Am vergangenen Wochenende wurden unsere Vereinsmeister für 2016 ermittelt. Am Freitagabend kämpften bereits über 30 Teilnehmer in der Doppel-Konkurrenz, der bewährte Modus “Lossystem mit Spielstärkenzuordnung” trug auch in diesem Jahr dazu bei, dass der Wettbewerb für Spieler aller Mannschaften attraktiv war. Durch dieses Prinzip der Doppel-Bildung wird man als im Vereinsdurchschnitt schwächerer Spieler automatisch einem etwas stärkeren Spieler zugelost, “unschlagbare” Paarungen von zwei Spielern aus den höchsten Mannschaften sind also nicht möglich.

Carsten und Andreas (links, 2. Platz) sowie Farzad und Horst-Werner (mitte, 1. Platz) bei der Siegerehrung durch Michael (rechts)
Als Resultat war erfreulicherweise auch tatsächlich jedes unserer Herren-Teams vertreten und darüber hinaus ergänzten zusätzlich mehrere Spieler aus der Jugend das Feld. Besonders freute sich Sportwart Michael Schulz auch über dieTeilnahme von Anette und Henrike, zwei Damen des 1. TTC Münster, welche aufgrund der Tatsache, dass wir derzeit keine Damenmannschaft stellen können, für andere Vereine am Ligabetrieb teilnehmen.
Durch den Umstand, dass so mancher Spieler aus NRW- und auch Landesliga am Start war, hatte die neuen Doppel-Vereinsmeister wohl niemand auf der Rechnung: Farzad Djahanbaz (4. Herren) und Horst-Werner Klöckner (9. Herren) sicherten sich mit einer über den gesamten Turnierverlauf konzentrierten Leistung den Titel.
Im umkämpten Finalspiel unterlegen dagegen waren Karsten Eppe und Andreas Uhlenbrock, welche sich trotzdem über Ihren Vize-Titel sehr freuten. Auch diese Beiden bildeten ein Doppel bestehend aus vierter und neunter Herren, so dass man den Eindruck gewinnen könnte, in diesen Teams sollte in der laufenden Saison so mancher Sieg in den Eingangsdoppeln eingefahren werden…
Am Samstag dann stand der Wettkampf um die Einzel-Vereinsmeisterschaft an. Rund 40 Teilnehmer verzeichnete Michael Schulz, welcher auch an diesem Turniertag stets alles vorbildlich zu organisieren wusste. Es kann also von guter Beteiligung gesprochen werden, obgleich das mangelnde Interesse der 1. Herren schon so manchen verwunderte. Immerhin die Nummer eins des TTC-Flagschiffes, Alex Wehling, war gekommen um als Spitzenspieler des Vereins und Vorjahres-Sieger den Titel zu verteidigen.

Die Top-3 im Einzel, geehrt vom Michael Schulz (rechts): Andreas Koch (links), Alex Wehling (2. v.r.) und Sebastian Wellner (2.v.l.)
Wie auch in der Doppel-Konkurrenz ging es zunächst in Vierer-Gruppen los, in denen sich die zwei bestplatzierten für das Hauptfeld qualifizieren konnten. Für alle anderen Spieler war aber nicht unmittelbar Schluss, sollte diese Qualifikation nicht gelingen, denn die Trostrunde garantierte allen Teilnehmern, mindestens ein weiteres Match bestreiten zu können. So entwickelten sich viele spannende Partien mit teilweise hochklassigen Bällen, sehr leidenschaftlich und ganz selten auch hitzig ging es zu.
Nach rund fünf Stunden steuerte das Turnier dann auf seinen Höhepunkt zu, Sebastian, im Halbfinale noch Alex unterlegen, hatte gerade gegen Überraschungsmann Robin Wagner das Spiel um Platz drei gewonnen und nun richteten sich alle Augen auf das Finale. Alex hatte hier trotz seiner nominellen Überlegenheit alle Mühe mit Andi Koch aus der zweiten Herren, welcher mit seinem kontrollierten Blockspiel eine schwer zu überwindende Hürde für den Titelverteidiger darstellte. Beide spielten gutes Tischtennis, obwohl ihnen der lange Turnierverlauf etwas anzusehen war. Beim Stand von 7:5 im Entscheidungssatz für Andi schien die Partie so offen wie zu jedem Moment im Spielverlauf, doch dann kam es zu einer kuriosen Szene: Alex wischte etwas Schweiß vom Schläger, rieb diesen dazu an seiner Hose entlang – und hielt plötzlich nur noch den Griff seines Spielgerätes in der Hand. Das Schlägerblatt samt Belägen war einfach abgebrochen, konsterniert schaute Alex auf das Stück Holz in seiner Hand…

Erfolgreich in der Trostrunde: Sieger Dirk Peltzer (links) und zweitplatzierter Silvio Nagel (mitte)
Schnell wurde ihm vom Malte (3. Herren) dessen Schläger in die Box gereicht, so dass der Wettkampf zumindest regelkonform zu Ende gespielt werden konnte, allerdings fiel es Andi unter diesen Umständen nicht mehr schwer, den Satz, das Match und damit die Vereinsmeisterschaft zu gewinnen.